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14.9.05

no man's land (dielux aufm berg)

heute in anderer schrift, das is ja uferlos sonst...

punkt 1: ich besitze keine bergschuhe. wozu auch? so selten, wie ich auf irgendwelche berge stapfe, lohnt das nun mal echt nicht.

punkt 2: ich habe respekt vor pferden und kühen. ich verstehe das selbst nicht, wieso vor kühen, aber es isso.

so. hier schon angekündigt, war heute der große tag meiner bergtour gekommen. ha. bergtour. kwatsch. ne lässige wanderung halt, es den flachlandtirolern mal so richtig zeigen. das würde super werden.

um 10 uhr morgens wurde ich abgeholt und wir fuhren eine halbe stunde bis fast an die österreichische grenze. auto abstellen, rucksack auffe schultern und los gehts. aber was ist das? ein rundes, rotes schild an einer schranke, die den zugang zur geplanten wanderroute versperrt? "holzfällarbeiten". na toll. na gut, gehen wir eben auf die andere hütte. is ja nur ein halbes stündchen mehr zu gehen, also statt 1 1/2 stunden 2. soll mir recht sein.
die erste dreiviertelstunde auf dem weg in gänzlich neue gefilde: ätzend. es zog sich. in die länge und in die höhe. teilweise hatte man das gefühl, eine steigung von 65° emporzuklettern, obwohl es doch nur 45 waren. der weg wurde immer länger und ich fragte, wo der rest der noch zu laufenden 800 höhenmetern (da wir bei 700 hm gestartet waren) sich verteilen würde. meiner meinung nach musste es ja wohl mindestens die restliche stunde nur noch geradeaus gehen.
denkste puppe.
irgendwas war falsch. ich hätte es mir denken können, als ich die elefanten-kacke gesehen habe (btw: kuhfladen haben teilweise übrigens sehr interessante muster). "haha, hannibal is nochmal unterwegs." da stand plötzlich ein wunderschönes, kleines häuschen, mitten auf dem weg, mit grauen stricksocken und weißen liebestötern auf der leine und ein kleine alte, aber sehr süße frau kam von hinten auf das häuschen zu. artig "servus" gesagt und weiter geht's (pläne über wochenenden oder gar wochen auf so einer hütte wurden erstmal verschoben). das gelände wurde unwegsam, aber der wegweiser hatte ja den richtigen weg gewiesen. urplötzlich stand was auf unserem weg? richtig, eine kuh. oh scheiße (im wahrsten sinne des wortes). lux: "was macht die da?" - mann: "die guckt nur." - lux: "mach die weg." - mann: "husch. ... funktioniert nicht." na super. lux drückt sich mit angstgeweiteten augen an der kuh vorbei (auch wenn ich keine 3 meter breit bin, aber mir kam der abstand zur unheil bringenden art sehr viel geringer vor!), trifft die nächsten drei kühe und entscheidet sich langsam aber sicher, kühe noch mehr zu hassen.
wir stolperten und kletterten (!) also den "weg", der definitiv keiner war, entlang, um oben angekommen festzustellen: "wir müssen eine abzweigung verpasst haben." kommando zurück, retour an den rindern vorbei, richtigen weg finden, oben ankommen, wegweiser finden, der nicht wirklich in die richtige richtung zeigt. bis dahin waren wir schon ca. 1 1/2 stunden unterwegs.
na gut, was will man machen: weitergehen. und wir gingen weiter. solang es ging, gingen wir. dann kletterten wir. null lässige wandertour. nix is mit berggehen, klettertour niedrigerer stufe wars! durch wald und flur, stock und stein, über fels und wurzel sind wir gegangen und haben, als wir erneut eine hütte fanden, festgestellt, dass auch diese nicht das erwünschte ziel war geschweige denn überhaupt irgendwas war außer geschlossen weil privat. weiter gehts, besser als zurück. irgendwo muss ja mal ein wegweiser sein. und was war da? kühe. schon wieder freilaufende wiederkäuende ungeheuer. eine besaß die frechheit, sich mitten auf den trampelpfad zu stellen, die blöde schlampe! da war ich aber mal wieder sauer. und plötzlich: wir hatten es geschafft. nachdem aus 2 gedachtn geschlagene 4 1/2 reale stunden geworden, wir über einen kompletten berg ge"wandert" waren, waren wir am ziel: die klausenhütte. aussicht: null. kein panorama. hochnebel. scheiße. die paar bilder, die ich gemacht habe, findet man hier.
na gut, runter mit euch. der abstieg gestaltete sich als wesentlich einfacher, da der richtige weg gefunden wurde. keine 78,45°-klettereien über etwaige felsvorsprünge mehr, nein, nur noch das von-stein-zu-stein-hüpfen in einem alten bachbett. auch schön. große konzentration weil punkt 1. eine dreiviertelstunde nach dem start die erlösende wahrnehmung: endlich, ein forstweg! juhu! ich hab mich so gefreut, dass ich erstmal umgeknickt bin. mit dem linken fuß. mal schauen, wie es dem morgen geht. wahrscheinlich nich so prächtig, da ich ja den gesamten restlichen berg (ca. 70% restgelände) noch hinuntergelaufen bin, wieder über stock und vor allem stein. wahrscheinlich hab ich mir was gezerrt, aber wir warten einfach ab. immerhin war das ein workout, wie ich selten eins hab. ich bin immer noch damit beschäftigt, meine knochen zu sammeln und den muskeln zuzuordnen.

ich habe diese erfahrung unbedingt heute posten müssen, da ich nicht weiß, inwiefern ich mich morgen bewegen kann. ich hab so ne faule grundstimmung...

im übrigen weiß ich jetzt, wieso mir beim hintensitzen im auto schlecht wird: mir is gar nich schlecht, ich hab einfach nur angst. das ist es. angstzustände. hm, einsicht und so.