<body><script type="text/javascript"> function setAttributeOnload(object, attribute, val) { if(window.addEventListener) { window.addEventListener('load', function(){ object[attribute] = val; }, false); } else { window.attachEvent('onload', function(){ object[attribute] = val; }); } } </script> <div id="navbar-iframe-container"></div> <script type="text/javascript" src="https://apis.google.com/js/plusone.js"></script> <script type="text/javascript"> gapi.load("gapi.iframes:gapi.iframes.style.bubble", function() { if (gapi.iframes && gapi.iframes.getContext) { gapi.iframes.getContext().openChild({ url: 'https://www.blogger.com/navbar.g?targetBlogID\x3d11317919\x26blogName\x3dthoughts@work\x26publishMode\x3dPUBLISH_MODE_BLOGSPOT\x26navbarType\x3dSILVER\x26layoutType\x3dCLASSIC\x26searchRoot\x3dhttp://dielux.blogspot.com/search\x26blogLocale\x3dde_DE\x26v\x3d2\x26homepageUrl\x3dhttp://dielux.blogspot.com/\x26vt\x3d-1218430861616240112', where: document.getElementById("navbar-iframe-container"), id: "navbar-iframe" }); } }); </script>

15.3.05

nachgedacht

hab gestern das hier gefunden. an sich ja okay, aber es hat mich ein bisschen gewundert, dass es leute gibt, die tatsächlich krampfhaft versuchen, sich von der, wie sie es nennen, grauen masse abzuheben und dann sätze wie "ich bin ja so anders als alle anderen" verbreiten. sind es nicht genau jene leute, die es nicht anders schaffen, sich ein klein bisschen abzuheben? und wie sie sich beschreibt erinnert mich stark an das, was man überall sehen kann. ist sie wirklich anders? braucht sie das, um ein für sich einigermaßen sinnvolles leben zu führen? und vor allem: meint sie das ernst?
es erinnert mich stark an einen morgen vor gar nicht allzu langer zeit: ich warte am hauptbahnhof münchen auf die u-bahn. "The Roots" im ohr, viele gedanken im kopf. plötzlich seh ich alles anders, was sich mir so darbietet. ich stehe in der u-bahn-station und habe plötzlich das gefühl, als würde mich jemand ganz heftig packen, drehen bis mir eigentlich schwindlig werden sollte und mich dann wieder abstellen, in kauf nehmend, dass ich nichts mehr so sehe wie davor. zumindest nicht für diesen tag. mit einem mal sehe ich, dass vor allem hier in der stadt jeder einzelne das gleiche versucht, wie diese dame in ihrem weblog. mit genauso viel einsatz und genausowenig erfolg. ich sehe nur hülle. ich sehe keine ausstrahlung, kein leuchten, nichts. ich hab mir damals überlegt, ob ich den menschen nicht einfach sagen sollte, dass es komplett vergeudete zeit, die sie morgens vorm spiegel verbringen, da sie sich weder drch ihre frisur, noch ihre kleidung und noch weniger durch accessoires von anderen abheben. das sind dinge, die sie untergehen lassen im strom des alltäglichen, der an uns vorbeirauscht und uns immer versucht, mitzureißen. die wenigsten schaffen es, sich woanders festzuhalten.
die gesamten 3 stationen vom bahnhof zur uni sehe ich menschen und ordne sie ein. in "besonders" und "nicht-besonders". erschreckend, dass ich nur ein einziges mädchen gesehen habe, das das attribut "anders" verdient hat (natürlich ist das wiederum sehr subjektiv). sie sah genauso aus wie andere, also äußerlich nichts besonderes. aber sie hatte diese aura, sie hatte diese "ich hab kein problem damit, jetzt meine tasche wegzuwerfen und an der stange in der u-bahn zu tanzen"-ausstrahlung. das ist es doch, was menschen zu etwas anderem macht als den großteil der westlichen bevölkerung. allein das wissen, dass sie nichts auf selbstauferlegte konventionen geben und gerne aus dem rahmen fallen. ich kenne jemanden, der sieht äußerlich nicht wirklich anders aus. aber er ist wohl der mensch, der am "andersten" ist von allen, die ich kenne und nicht kenne. er läuft durch die straßen und gackert wie ein huhn, springt an allem, was über zwei meter hängt empor um zu testen, wie hoch er es schafft. fällt im kurs einfach mal vom stuhl weil ihm grad so fad ist und er die stimmung lockern will. stadtmenschen finden das schon lustig, aber niemand würde sowas selber tun.
würde das denn diese dame? ich denke nicht. ich habe aus ihrem artikel gelesen, dass sie ja so besonders ist, weil sie ein bestimmtes t-shirt trägt und sich ne blume ins haar steckt. was nicht passt wird passend gemacht. is doch egal, ob die blume zum shirt passt, deshalb ist man doch nichts anderes als die tausend anderen teenies da draußen, die einen zylinder zum schießer-feinripp-unterhemd (und nichts drüber) tragen. nichts anderes als diejenigen, die bunt geringelte armstulpen zum nadelstreifen-blazer tragen. es kommt auf das an, was man ist, und nicht auf das, wie man aussieht. auf das, was man ausstrahlt. und vor allem kommt es darauf an, dass man nicht krampfhaft versucht, anders zu sein.
und der gackernde känguruh-mann der gerne vom stuhl fällt ist etwas ganz besonderes. weil er es nicht versucht. er ist es einfach.